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Meine Gedanken zur Coronakrise

Seit ungefährt 3 Wochen ist COVID19 auch in Österreich voll angekommen. Events wurden abgesagt, Kindergärten & Schulen geschlossen, Krankenhäuser umstrukturiert, Ausgangsbeschränkungen verordnet, täglich neue Mitteilungen und Nachrichten... aus Österreich und der ganzen Welt!

 

Während die einen in Kurzarbeit oder ins Homeoffice geschickt wurden, mussten andere weiterhin in gewohnter Form bzw. oftmals sogar in gesteigertem Ausmaß arbeiten - und tun dies vermutlich immer noch.

Während die einen vielleicht gut abgesichert die Krise überstehen werden/können,  tun sich bei anderen bereits Abgründe hinsichtlich existenzieller Sorgen & Ängste auf.

Während die einen diese Zeit des Rückzugs genießen und viel Wertvolles darin für sich entdecken, fühlen sich andere eingesperrt, überfordert, unsicher und verängstigt.

 

Wie also umgehen mit dieser Krise, die wohl keinen wirklich kalt lässt?

Natürlich kann ich nur darüber sprechen & schreiben was in mir selbst vorgeht und mir in der jetzigen Zeit einen Anker bietet. Ich glaube, es gibt ganz bestimmt nicht nur EINE richtige Art & Weise mit all dem umzugehen, dennoch gibt es einige Gedanken & Erkenntnisse, die mir in der letzten Zeit viel Halt gegeben haben und die ich gerne mit dir teilen möchte.

  • Nichts muss, sondern alles darf sein: Jeder von uns erlebt diese Coronakrise zum 1. Mal und bei jedem werden andere Emotionen dadurch ausgelöst. Jede Emotion hat aus Sicht der jeweiligen Person eine Berechtigung und einen Ursprung - und das sollte akzeptiert werden. Sich selbst nicht für schwierige Emotionen zu verurteilen oder Vorwürfe zu machen "warum man grad nicht positiv denken kann" ist sehr befreiend.
  • Denn: Nicht jeder kann grad positive Erkenntnisse finden. Nicht jeder hat Zeit für Homeyoga und Frühjahrsputz. Gleichzeitig empfindet aber eben auch nicht jeder Angst, Unsicherheit und Sorge. Wenn es in dieser Situation eins braucht dann ist es nun ganz besonders: Mitgefühl! Das Verständnis, dass wir alle grad unterschiedliche Erfahrungen machen. Und das ist okay & einfach menschlich.
  • Ganz wichtig und im 1. Punkt quasi schon angesprochen: Dieses Mitgefühl sollten wir auch uns selbst zukommen lassen! Jeder Tag ist anders. Mal kommen wir vielleicht gut mit allem klar, am anderen Tag machen wir uns Sorgen und vermissen unsere Liebsten. Sich selbst mitfühlend und verständnisvoll zu begegnen - eigentlich immer wichtig und aktuell (zumindest für mich) relevanter denn je.
  • Grenzen setzen ist nicht egoistisch sondern notwendig. Niemand hat etwas davon, wenn ich den ganzen Tag vor dem Laptop und Handy sitze und all die News der ganzen Welt in mich aufsauge. Mein Tipp: Fixe Zeiten festlegen in denen man sich informiert und updatet. Danach wieder anderen Themen und Aktivitäten widmen - tut Körper und Seele gut.
  • Ganz essentiell find ich, sich an Tätigkeiten zu erinnern, die einem gut tun. Und noch wichtiger: Diese dann in dem Ausmaß ausführen, welches gerade möglich ist. Das hat mir persönlich unglaublich geholfen in den zwei Wochen in denen ich nur Zuhause (in Quarantäne aber zum Glück gesund) war. Egal ob es ein Frühstück ohne Ablenkung, eine 5-Minuten-Morgenmeditation, 10 bewusste Atemzüge, eine kurze Yogasession, ein Spaziergang in der Wohngegend oder ein Telefonat mit einem besonderen Menschen ist - all diese kleinen Rituale und Tätigkeiten können helfen, beruhigende und stabile Anker im Alltag zu finden. Ja - auch inmitten einer globalen Pandemie! :)

Dank dem hier beschriebenen "Mindset" fühl ich mich zurzeit trotz der Ausnahmesituation recht ausgeglichen - wobei ich es hier schon wichtig finde zu bemerken, dass ich halt auch nicht um meine Existenz fürchten muss. Das ändert natürlich schon noch mal einiges.

 

Ich hoffe meine Gedanken, haben dir vielleicht neue Inputs geliefert. Wenn ja, freut es mich sehr! Hinterlass mir auch gerne einen Kommentar oder schreib mir eine Mail, was deine Einstellung zur aktuellen Thematik ist.

 

Ich wünsche dir, egal wo du gerade bist und egal wie du diese Zeit gerade empfindest, alles Liebe!

Bleib gesund,

Felicia

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