· 

Die Sache mit der Motivation

Mal ist sie da, treibt uns an und inspiriert unsere Taten.

Dann scheint sie wieder weit verreist mit einem Mangosmoothie in einer Hängematte am Strand von Providencia zu liegen.

Die Rede ist von Motivation.

 

Jahrelang hab ich mich gefragt (und darüber geärgert), warum die Motivation oftmals schnell wieder (ver)schwindet, wenn doch mein Vorhaben grundsätzlich so gut durchdacht und super für mich wäre, wie z.B. eine Bewegungsroutine wöchentlich umzusetzen. Und vor allem bei neuen Gewohnheiten, die ich in meinen Alltag integrieren wollte, sehnte ich mir die Motivation tagtäglich an meine Seite.

Doch dem war & ist einfach nicht so. Denn nicht jeder Tag ist gleich und nicht immer fühlen wir uns 100% motiviert gewisse Dinge zu tun.

 

Wie können wir es trotzdem dauerhaft und ohne innerer Vorwürfe schaffen, die Dinge umzusetzen die uns (!) wichtig sind, wie beispielswiese eine Ernährungsumstellung, die Rückenübungen die uns die Physiotherapeutin gegeben hat ;) oder das Vorhaben 3x die Woche Laufen zu gehen?

Ich hab für mich selbst 3 Schritte erkannt, die mir helfen dauerhaft dranzubleiben:

  1. Intrinsische Motivation = erkennen was mich innerlich antreibt - oder ob das Ziel rein auf extrinsischer (von außen vorgegebener) Motivation beruht. Ich beginne also damit mir selbst die Frage zu stellen, warum ich eigentlich etwas umsetzen möchte und mir gewisse Ziele stecke. Ohne intrinsischer Motivation wird es auf Dauer schwierig, weil sich die "Sinnfrage" sonst irgendwann nur mehr schwer beantworten lässt - deshalb sollte man sich diese Frage so ehrlich wie möglich beantworten. Tipp: Diese inneren Antworten und Gründe aufschreiben & festhalten - und regelmäßig einen Blick darauf werfen.
  2. Empathie & Verständnis = sich selbst keine Vorwürfe machen oder verurteilen, wenn man einen "Durchhänger" oder mal einen unmotivierten Tag hat. Wie alles im Leben ist auch unsere Tagesverfassung im Wandel und wird von so vielen Komponenten & (Lifestyle-)Faktoren beeinflusst. Das klingt jetzt vielleicht nach einer Ausrede nichts zu tun - ist es aber nicht! Denn:
  3. Motivation ist nicht das Non-Plus-Ultra! Um dauerhaft Dinge und Gewohnheiten umzusetzen braucht es mehr als Motivation - viel mehr braucht es unser aktives Handeln. Als ich vor etwa 2 Jahren in einem Buch von Mark Manson "Motivation follows action - not the other way around" las, ging mir wirklich ein Licht auf! Denn auch ich hab mich viel zu lange "nur" von meiner Motivation leiten lassen. Inzwischen ist "Motivation follows action" fast schon ein bisschen zu meinem Mantra geworden. Und nun geh ich vieles auch anders an und weiß, dass es meistens nur ein paar kleine Schritte bzw. einfach einen aktiven Anfang meinerseits braucht z.B. mal die Laufschuhe anziehen oder die Matte ausrollen .. dann stellt sich die Motivation oft wieder ganz von selbst ein! Und bei manchen Dingen merkt man nach der ersten Gewöhnungsphase ohnehin, dass sie einem wirklich gut tun und Spaß machen - dann wird das Handeln mit jedem Mal einfacher.

And that's it! Meine Wunderformel für mehr Motivation! ;)

Nein, Spaß beiseite: Ich glaub eigentlich nicht an universelle Geheimrezepte, die für jeden passen. Aber die oben genannten Schritte helfen mir persönlich einfach sehr, um die Dinge die mir gut tun langfristig umzusetzen. Es geht also zusammenfassend darum, nicht auf die Motivation zu warten, sondern selbst aktiv zu werden und den eigenen Fokus zu verändern. Weg von dem vorwurfsvollen und schambehafteten "Warum bin ich unmotiviert und so inkonsequent?" und hin zu "Was kann ich jetzt tun? Was ist der 1. Schritt mit dem ich jetzt beginnen kann?".

 

Wie gehst du mit dem Thema Motivation um? Hinterlass mir gerne einen Kommentar!

Und ansonsten viel Freude beim Anwenden des "Motivations-Mantras".. :)

 

Alles Liebe,

Felicia

Kommentar schreiben

Kommentare: 0